| Antrag: | Kapitel 3: Bezahlbar leben – Wie Xhain ein Ort für alle bleibt |
|---|---|
| Antragsteller*in: | Maria Haberer (KV Berlin-Friedrichshain/Kreuzberg) |
| Status: | Angenommen |
| Eingereicht: | 31.03.2026, 23:24 |
Ä24 zu A4: Kapitel 3: Bezahlbar leben – Wie Xhain ein Ort für alle bleibt
Von Zeile 714 bis 716:
administrative Hürden dafür abzubauen. Die Privatisierung von staatlichen Flächen lehnen wir ab, stattdessen wollen wir bezirklichelandeseigene Flächen nur in Erbbau vergeben.
(Wohnen, Mieten, Stadtentwicklung, öffentliche Räume, Versorgung)
1. Warum dieses Thema für unseren Bezirk zentral ist
Wohnen ist ein Grundrecht. Aber die Mietenexplosion sorgt für sozialen
Sprengstoff, immer mehr Menschen können es sich nicht mehr leisten, in unserem
Bezirk zu leben. Steigende Mieten, spekulativer Leerstand, Zweckentfremdung und
renditegetriebene Stadtentwicklung bedrohen die soziale Mischung und den
Zusammenhalt im Bezirk. Nur wenn wir die Wohnungsfrage lösen, wird
Friedrichshain-Kreuzberg ein Zuhause für alle und ein lebendiger und
vielfältiger Bezirk bleiben.
Stadtentwicklung ist eine Gemeinschaftsaufgabe.Es darf nicht dem Markt
überlassen bleiben zu entscheiden, wer wo wohnen darf und was gebaut wird.
Stadtentwicklung ist eine Frage der sozialen Gerechtigkeit und der
demokratischen Mitgestaltung unserer Stadt. Als innerstädtischer Bezirk mit
knappen Flächen, hoher Attraktivität und massivem Investitionsdruck spitzen sich
Fehlentwicklungen hier besonders zu. Wenn wir nicht weiter entschieden
gegensteuern, verlieren wir das, was Xhain ausmacht.
Durch die Ausübung des Vorkaufsrechts, Ankäufe und einem starken Milieuschutz
konnten wir viele Menschen vor Verdrängung schützen und zahlreiche Hausprojekte
retten. Viele stadtpolitische Initiativen haben in unserem Bezirk ihren Anfang
genommen und gemeinsam mit ihnen haben wir unermüdlich gegen den Renditewahn
gekämpft. Friedrichshain-Kreuzberg zeigt immer wieder, was auf kommunaler Ebene
möglich ist und lässt nicht nach, auf den Senat und den Bund Druck auszuüben. So
leisten wir einen wesentlichen Beitrag, die soziale Frage des Wohnens zu lösen.
2. Unsere Haltung: Wohnen ist Grundrecht, nicht Ware
Wohnen ist kein Luxus und keine Ware wie jede andere. Wohnen ist ein Grundrecht
– und die Grundlage für Sicherheit, Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben. In
Friedrichshain-Kreuzberg entscheiden die Mieten immer häufiger darüber, wer
bleiben darf und wer verdrängt wird. Diese Entwicklung ist kein Naturgesetz. Sie
ist politisch gemacht – und sie kann politisch verändert werden.
Wir stellen uns klar gegen einen Wohnungsmarkt, der sich am Profit orientiert
und die Bedürfnisse vieler ignoriert. Stadtentwicklung darf nicht den Interessen
von Investoren überlassen werden. Eigentum verpflichtet – und es verpflichtet
zum Gemeinwohl. Unser Ziel ist ein Bezirk, in dem Menschen unabhängig von
Einkommen, Herkunft, Alter oder Lebensentwurf wohnen können.
Friedrichshain-Kreuzberg lebt von seiner Vielfalt, Solidarität und einer starken
Zivilgesellschaft. Diese gilt es zu schützen und auszubauen. Dafür braucht es
eine Politik, die Haltung zeigt, Konflikte nicht scheut und bereit ist, sich mit
mächtigen wirtschaftlichen Interessen anzulegen. Wir stehen an der Seite der
Mieterinnen, der Initiativen, der Genossenschaften und all jener, die sich für
eine gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung einsetzen. Grüne Stadträte sind neue
Wege gegangen: Mit der behutsamen Stadterneuerung der 80er Jahre, die den Abriss
ganzer Kieze verhindert hat und erst kürzlich als Vorreiterin in der Ausübung
des Vorkaufsrechts. Sie haben damit die verfügbaren Instrumente Instrumente des
Baurechts erstmals breitenwirksam und modellhaft eingesetzt. Wir setzen uns für
eine Stadtentwicklungspolitik ein, die partizipativ von den Bürgerinnen
gestaltet wird. Die Menschen vor Ort sollen entscheiden, wie ihr Kiez aussieht.
Das ist für uns gelebte Demokratie.Das ist für uns "kooperative
Stadtentwicklung".
Unser Leitbild ist eine Stadt für alle: sozial, gerecht, klimaneutral und
demokratisch gestaltet. Bezahlbares Wohnen, lebenswerte öffentliche Räume und
eine verlässliche Versorgung gehören zusammen. Gemeinwohl statt Profit ist der
Maßstab unseres Handelns.
3. Zentrale Herausforderungen im Bezirk
Viele Menschen im Bezirk haben Angst, ihre Wohnung zu verlieren oder sich eine
andere Wohnung bei einem Umzug nicht mehr leisten zu können. Angebotsmieten
steigen schneller als Einkommen, Umwandlungen in Eigentum verdrängen langjährige
Mieter*innen, und Zweckentfremdung entzieht dem Markt dringend benötigten
Wohnraum. Eigenbedarfskündigungen und Räumungsklagen treffen Menschen oft
unvorbereitet und existenziell.
Zu oft werden Bauprojekte vom Senat oder privaten Investoren an den Bedürfnissen
der Anwohnerinnen vorbei geplant. Wir Grüne stemmen uns seit Jahren gegen eine
renditegetriebene Stadtentwicklung, doch häufig wird - wie bei der Urbanen Mitte
im Park am Gleisdreieck - gegen den Willen des Bezirks das Falsche gebaut: Statt
die realen Bedarfe der Menschen im Kiez zu berücksichtigen, entstehen
hochpreisige Luxuswohnungen und Büros. Private Investoren dominieren
Neubauprojekte, statt dass gemeinwohlorientierte Träger bauen können, was
tatsächlich vor Ort gebraucht wird. Wir Grüne verschaffen den Menschen im Bezirk
Gehör und beziehen sie aktiv in die Planungsprozesse ein, die in bezirklicher
Verantwortung liegen. Ob große Projekte, wie die Entwicklung des Rathausblocks
(Dragonerareal), die Bauvorhaben in Friedrichshain-West, in der Franz-Künstler-
Straße oder das WoHo,wir Grüne gestalten - mit Foren, Stadtwerkstätten und
aufsuchendem Dialog - Beratung und Beteiligung vor Ort in den Kiezen. Aber zu
oft wird unser Bezirk von Finanzinteressen dominiert und unsere Projekte werden
- wie bei der fatalen Planung des Hochhauses am Rudolfband - vom Senat
blockiert, der auf Beton statt Beteiligung setzt.
Kiezgewerbe, soziale Einrichtungen, Clubs und Kulturorte sind in ihrer Existenz
bedroht und müssen geschützt werden. Wir unterstützen die Forderungen auf
Landes- und Bundesebene nach einem wirksamen und sozialen Gewerbemietrecht,
damit die Kreuzberger Mischung in unserem Bezirk erhalten bleibt. Denn
Verwertungsinteressen kommen zu häufig vor den Bedürfnissen der Bürger*innen im
Bezirk.
4. Was wir konkret verändern wollen
Mieter*innen schützen – Verdrängung stoppen
Wohnraum sichern: Wir werden weiterhin alle bezirklichen Möglichkeiten nutzen,
um Wohnraum zu sichern und Verdrängung zu bekämpfen. Umwandlungen von Miet- in
Eigentumswohnungen sind einer der größten Treiber von Verdrängung und müssen
weiter konsequent verhindert werden. Durch die Gründung und Finanzierung des
Bündnisses „Wohnungsnot stoppen!“ haben wir im Bezirksamt die Themen "Umwandlung
und Eigenbedarfskündigungen" auf die bundespolitische Agenda geholt und uns für
mehr Mieter*innenschutz stark gemacht. Zweckentfremdung – durch Ferienwohnungen,
spekulativen Leerstand oder möbliertes Wohnen auf Zeit – werden wir weiterhin
entschieden bekämpfen. Wir fordern eine Entfristung bei auslaufenden
Sozialbindungen auf Landesebene. Überhöhte Mieten und missbräuchliche
Baumaßnahmen werden wir verstärkt verfolgen und dabei den rechtlichen Rahmen des
Wirtschaftsstrafgesetzes voll ausschöpfen. Wohnraum ist zum Wohnen da.
Pflichten durchsetzen: Wir verpflichten Vermieterinnen, ihren
Instandhaltungspflichten nachzukommen. Wir werden konsequent Treuhänderinnen
einsetzen, wenn Vermieter*innen ihren Pflichten nicht nachkommen.
Am Hafenplatz haben wir über 1000 Mieterinnen vor skrupellosen Investoren
gerettet.
Verstöße sanktionieren: Damit Verstöße nicht folgenlos bleiben, stärken wir das
Bezirksamt personell und strukturell für eine wirksame Kontrolle, Verfolgung und
Sanktionierung von Verstößen.
Mietenschutz stärken: Auf Bundes- und Landesebene setzen wir uns für einen
konsequenteren Mieter*innenschutz (wie strengere Regeln zum Eigenbedarf oder
einer stärkeren Begrenzung des Mietanstiegs) und das Bezahlbare-Mieten-Gesetz
ein.
Spekulation bekämpfen: Wer mit Wohnraum spekuliert oder Mietwucher betreibt,
muss in Friedrichshain-Kreuzberg mit Konsequenzen rechnen. Das ist keine Absage
an sinnvolle Nachverdichtung, die Mietenexplosion muss aber vor allem im Bestand
bekämpft werden.
Mieter*innen stärken – Haus für Haus
Beratung ausbauen: Zu viele Menschen leben mit der Angst, ihr Zuhause zu
verlieren. Wir stellen uns dieser Entwicklung klar entgegen. Der Bezirk wird
Mieterinnen bei drohendem Wohnungsverlust frühzeitig und aufsuchend beraten,
begleiten und unterstützen – besonders Familien, ältere Menschen und andere
vulnerable Gruppen. Wir werden die Beratungsinfrastruktur weiter stärken und die
Mieterinnen unterstützen, ihre Rechte gegenüber den Vermieter*innen auch
wahrzunehmen. Bezirkseigene Beratungsstrukturen wie die AKS Gemeinwohl müssen
fortgesetzt und ausgebaut werden. Wir wollen Hausgemeinschaften, die von
Umwandlung oder Verdrängung bedroht sind, dabei beraten, wie ihre Häuser in
gemeinwohlorientiertes Eigentum überführt werden können. Betroffene von
Eigenbedarfskündigungen werden wir besonders unterstützen, damit sie ihre Rechte
effektiv durchsetzen können. Räumungen ohne angemessenen Ersatzwohnraum lehnen
wir ab. Den Räumungsschutz in den Wintermonaten werden wir konsequent
verteidigen. Das bezirkliche Wohnungsamt, welches von den Gerichten vor einer
Räumung zu informieren ist, werden wir weiter stärken, um Obdachlosigkeit zu
vermeiden.
Gemeinwohl priorisieren: Wir wollen einen grundlegenden Kurswechsel. Mindestens
50 Prozent gemeinwohlorientierter Wohnraum sind unser Ziel im Bezirk.
Genossenschaften sowie kommunale und gemeinnützige Träger müssen deutlich
besseren Zugang zu Häusern und Grundstücken erhalten. Wo es rechtlich möglich
ist, setzen wir das Vorkaufsrecht konsequent ein und kämpfen politisch für
dessen Stärkung. Wir setzen uns für eine auskömmliche Finanzierung der Bezirke
für die Nutzung dieses Instruments durch den Senat ein. Den Milieuschutz werden
wir fortsetzen, die Ausweitung der Milieuschutzgebiete prüfen und die Regelungen
streng anwenden. Die Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne ist für uns ein
wichtiger Baustein für eine gemeinwohlorientierte und nachhaltige
Wohnungspolitik, weil sie ein zentraler Hebel für dauerhaft bezahlbare Mieten
und stabile Nachbarschaften ist.
Bessere Verteilung von Wohnraum
Wohnraum effizient verteilen: Viele ältere Xhainer*innen leben allein in
Wohnungen, die für sie eigentlich zu groß sind. Ein Umzug ist wegen alter
Mietverträge und günstiger Mieten jedoch oft keine Option, da er sie finanziell
schlechter stellen würde. Gleichzeitig finden junge Menschen in Ausbildung oder
Studium aber auch Familien, die Nachwuchs erwarten, kaum bezahlbaren Wohnraum.
Deshalb wollen wir eine Wohnungstauschbörse innerhalb des Bezirks einführen und
generationsübergreifendes Wohnen fördern. Auch das in Köln bereits erfolgreich
etablierte Projekt "Wohnen für Hilfe" wollen wir in Xhain einführen . Hierbei
erhalten junge Menschen günstigen Wohnraum im Gegenzug für die Unterstützung der
älteren Person im Alltag. Ganz nebenbei entstehen Freundschaften und
generationenübergreifendes Verständnis.
Stadtentwicklung gemeinwohlorientiert gestalten: Renditegetriebene
Stadtentwicklung darf bei uns kein Geschäftsmodell sein. Wir bauen heute die
Häuser für die nächsten hundert Jahre. Daher wollen wir Neubau und
Nachverdichtung dort ermöglichen, wo er sozial, ökologisch und
gemeinwohlorientiert geplant wird. Wir sehen an einigen Quartieren in unserer
Stadt, dass wir bei einer bloß auf Beton setzenden Stadtentwicklung die Probleme
von Morgen bauen.Deshalb muss der Hitzeschutz der Bevölkerung bei Bauvorhaben
konsequent mitgedacht werden.
Wir setzen auf kooperative Stadtentwicklung, bei der Zivilgesellschaft,
Initiativen, Genossenschaften und Anwohner*innen von Anfang an beteiligt sind.
Bestehende Flächen wollen wir klug weiterentwickeln – durch Umnutzung von Büro-
und Gewerbeflächen und durch maßvolle Nachverdichtung, ohne Abriss intakter
Häuser und ohne Verdrängung. Dabei gilt ein Vorrang der Nachverdichtung auf
bereits versiegelten Flächen, z.B. Parkplätzen. Der hohe Leerstand an
Büroflächen ist für uns Anlass, weiteren Bürogebäuden eine Absage zu erteilen
und gleichzeitig die Umwandlung ungenutzter Büroflächen in Wohnraum zu fördern,
wo dies baulich möglich und sinnvoll ist, sowie bestehende rechtliche und
administrative Hürden dafür abzubauen. Die Privatisierung von staatlichen
Flächen lehnen wir ab, stattdessen wollen wir bezirklichelandeseigene Flächen nur in Erbbau
vergeben.
Räume sichern – Kieze lebendig halten
Freiräume schützen: Öffentliche Räume machen unseren Bezirk aus. Wir schützen
Grünflächen, Plätze und Freiräume als Orte der Begegnung und des Zusammenlebens.
Kiezgewerbe, soziale Einrichtungen, Clubs und Kulturorte sind Teil unserer
Identität und dürfen nicht steigenden Mieten geopfert werden. Auch bei einer
explodierenden Grundsteuer braucht es gerechte Lösungen im Einzelfall. Wir bauen
bezirkliche Beratungsangebote für Gewerbemieter*innen aus und setzen uns auf
Bundesebene für ein soziales Gewerbemietrecht ein. Versorgung, Kultur und
soziale Infrastruktur gehören zur Grundausstattung eines lebenswerten Bezirks.
Bezirkliche Räume zugänglich machen: Wir wollen die 2026 neu geschaffene
digitale Plattform raum.engagiertes.berlin verstetigen und das bezirkliche
Angebot ausbauen. Über die Plattform werden bezirkliche Räume sichtbar und für
nachhaltige, gemeinschaftliche Nutzungen verfügbar. Vereine und lokale
Initiativen können hier kostenlos Räume für Workshops, soziale Projekte oder
urbane Nutzungen finden. Dadurch können Ressourcen geschont und die soziale
Stadtentwicklung gestärkt werden.
Auch das Angebot der Stadtwerkstatt als Labor für Beteiligung und Kooperation
auf dem Dragonerareal wollen wir verstetigen und ausbauen.
Klima schützen – sozial bleiben
Klimaschutz sozial absichern: Klimaschutz darf nicht zur Verdrängungsmaschine
werden. Der Kreuzberger Tradition der behutsamen Stadterneuerung folgend setzen
wir auf Umbau statt Abriss und wollen den Gebäudebestand klimagerecht
weiterentwickeln, ohne dass die Warmmieten steigen. Energetische Sanierungen
müssen sozial flankiert werden. Dach- und Fassadenbegrünung, Solarenergie sowie
klimaresiliente Quartierskonzepte treiben wir gezielt voran. Klimagerechtes
Bauen heißt für uns: bessere Lebensqualität für alle, nicht höhere Profite für
wenige. Neubau soll konsequent klimaneutral sein. Wir wollen Vorreiter beim Bau
mit nachhaltigen Baustoffen werden.
Tempelhofer Feld erhalten: Wir wollen das Tempelhofer Feld als wichtigen Ort für
Freizeit und Erholung, als Oase für Stadtnatur, als kühlende Frischluftschneise,
als kostenlose Sportanlage und Ort des Zusammenseins erhalten und gemeinsam mit
den Menschen weiter ausgestalten. Die ideologischen Bebauungspläne des Senats
lehnen wir ab.
5. Wirkung für den Bezirk
Unsere Politik sorgt dafür, dass Friedrichshain-Kreuzberg ein Zuhause für alle
bleibt – und Kieze vielfältig und lebendig bleiben.
Mehr Sicherheit beim Wohnen bedeutet: Mieter*innen werden besser
geschützt, Beratung wird ausgebaut, und Verdrängung wird konsequent
bekämpft.
Mehr Gemeinwohl bedeutet: Genossenschaften und gemeinnützige Träger
bekommen bessere Chancen, damit dauerhaft bezahlbarer Wohnraum entsteht.
Mehr Mitbestimmung bedeutet: Stadtentwicklung wird kooperativer,
transparenter und stärker an den Bedürfnissen der Nachbarschaften
ausgerichtet.
Mehr lebendige Kieze bedeuten: Öffentliche Räume, Kulturorte, soziale
Infrastruktur und Kiezgewerbe werden gesichert und vor Verdrängung
geschützt.
Mehr Klimaschutz ohne Verdrängung bedeutet: Klimagerechter Umbau passiert
so, dass Warmmieten nicht steigen und Bestände erhalten bleiben.
6. Unser Auftrag: Verdrängung konsequent bekämpfen
Verdrängung stoppen. Wir bekämpfen Umwandlungen, Zweckentfremdung und
spekulativen Leerstand konsequent und nutzen alle bezirklichen Instrumente zum
Schutz der Mieterinnen.
Gemeinwohl vor Profit setzen. Mindestens 50 Prozent gemeinwohlorientierter
Wohnraum ist unser Ziel. Genossenschaften sowie kommunale und gemeinnützige
Träger sollen deutlich besseren Zugang zu Häusern und Grundstücken erhalten.
Stadtentwicklung demokratisch gestalten. Wir beteiligen Anwohnerinnen
frühzeitig, verhindern renditegetriebene Fehlentwicklungen und stärken
kooperative, gemeinwohlorientierte Planungen.
Öffentliche Räume sichern und sauber halten. Wir schützen Grünflächen, Plätze
und Freiräume als Orte der Begegnung und erhalten Kiezgewerbe, soziale
Einrichtungen und Kulturorte.
Klimaschutz sozial umsetzen. Wir treiben klimagerechten Umbau voran, ohne
Warmmieten steigen zu lassen, und setzen auf Umbau statt Abriss.